01 / Einfach erklärt
Woraus besteht Tattoo Farbe?
Tattoo Farbe besteht aus Farbpigmenten, einer Trägerflüssigkeit und Zusatzstoffen. Die Trägerflüssigkeit ist meist Wasser oder Alkohol. Dazu kommen etwa Konservierungsstoffe, Entschäumer und Stoffe, die den pH-Wert regeln. [2] [3]
Strenge Regeln seit 2022
Seit dem 4. Januar 2022 beschränkt die EU in Tattoofarben rund 4.200 Stoffe. [1] [2] Für die Pigmente Blue 15:3 und Green 7 gilt die Beschränkung seit dem 4. Januar 2023, weil es zuvor keine sichereren Alternativen gab. [1] In Deutschland gibt es zusätzlich seit 2009 die Tätowiermittel-Verordnung. [2] [5]
02 / Genau hinsehen
Drei Fakten zu Tattoofarbe
01
Pigmente geben die Farbe
Bei Schwarz und Weiß dominieren Ruß und Titandioxid. Bunte Farben sind meist organische Pigmente. [3]
02
Sie bleibt im Körper
Pigmente lagern sich nicht nur in der Haut ab, sondern dauerhaft auch in den Lymphknoten, teils als winzige Nanopartikel. [2] [3]
03
Das Etikett ist Pflicht
Auf jeder Flasche muss stehen, dass es eine Mischung für Tattoos oder Permanent Make-up ist. Dazu kommen eine Chargennummer und die Liste der Inhaltsstoffe. [1]
03 / Anschaulich erklärt
Fläschchen, Kappen und Etikett
Unsere Illustration zeigt Fläschchen und Farbkappen mit Tattoofarben. Es sind keine echten Produkte; die Etiketten sind bewusst leer.

Die Fläschchen
Jede Flasche braucht ein gut lesbares, dauerhaftes Etikett in der Landessprache. [1]
Die Lupe
Sie steht für den Blick aufs Etikett: Chargennummer und Inhaltsstoffe helfen, wenn später Fragen auftauchen. [1]
Die Farbkappen
Für jede Kundin und jeden Kunden wird die Farbe frisch in Einmalkappen abgefüllt. Mehr dazu unter Hygiene.
04 / Begriffe auseinanderhalten
Schwarz, Rot und Blau-Grün
Schwarz & Weiß
Ruß und Titandioxid.
Die häufigsten Pigmente in Tattoofarben. [3]
Rot & Orange
Blau & Grün
Seit 2023 neu geregelt.
Für Blue 15:3 und Green 7 gilt die EU-Beschränkung seit dem 4. Januar 2023. [1]
Viele Fragen sind noch offen
Wie Tattoofarben langfristig wirken, ist laut BfR in vielen Punkten noch nicht geklärt. [2] [3] Beim Entfernen mit Laser entstehen giftige Spaltprodukte. [2] Schütze dein Tattoo vor Sonne, und meide das Tätowieren bei Nickelallergie, in der Schwangerschaft oder bei geschwächtem Immunsystem. [3] [4]
05 / Gut vorbereitet ins Studio
Diese Fragen helfen dir weiter.
Welche Farben verwendest du, und darf ich das Etikett sehen?
Erfüllen eure Farben die EU-Regeln seit 2022?
Gibt es Inhaltsstoffe, auf die ich bei Allergien achten sollte?
Wird die Farbe für mich frisch in Einmalkappen abgefüllt?
Notierst du die Chargennummer der Farben, die du bei mir verwendest?
Ein gutes Studio kennt seine Farben und zeigt dir gern das Etikett.
06 / Häufige Fragen
Noch etwas unklar?
Darf ich im Studio nach der Farbe fragen?
Ja. Die europäische Chemikalienagentur rät ausdrücklich, nach Herkunft und Regelkonformität der Farbe zu fragen. [6]
Sind bunte Farben riskanter als Schwarz?
Rote Farben lösen am häufigsten schwere Allergien aus, manchmal erst Jahre später. [4] Rote und orange Azopigmente können unter Sonnenlicht bedenkliche Stoffe freisetzen. [3]
Was bedeutet „Contains nickel“ auf dem Etikett?
Diesen Warnhinweis schreibt die EU vor, wenn Nickel enthalten ist, weil es Allergien auslösen kann. [1] Bei Nickelallergie rät das Bundesumweltministerium vom Tätowieren ab. [4]
Wer darf Tattoos mit Laser entfernen?
In Deutschland seit dem 31. Dezember 2020 nur Ärztinnen und Ärzte. Oft sind fünf bis über 20 Sitzungen nötig. [4]
Nachlesen & einordnen
Quellen und Bildhinweise
Die Angaben stützen sich auf EU-Recht, das Bundesinstitut für Risikobewertung, das Bundesumweltministerium und die Europäische Chemikalienagentur. Rechtsstand: 2025; keine Rechtsberatung.
EU-Recht zu Stoffbeschränkungen, Fristen und Kennzeichnung.
Bundesbehörde zu Inhaltsstoffen, Lymphknoten und Laserentfernung.
Bundesbehörde zu Pigmenten, Azofarben und offenen Fragen.
Bundesbehörde zu Allergien, Laserentfernung und Risikogruppen.
Bundesbehörde zur Rechtslage in Deutschland und der EU.
EU-Behörde mit Hinweisen für Kundinnen und Kunden.
Die Illustration wurde mit KI für TattooPixx erstellt. Fläschchen mit leeren Etiketten; keine echten Produkte und keine Kaufempfehlung.
Redaktion: TattooPixx · Quellen gesichtet am 01.10.2026
